Das eigene Hotel, das eigene Weingut – oftmals steckt hinter diesen Investments die Vorstellung von einem neuen, romantischen Leben. Wir sehen, dass bei erfolgreichen Unternehmern beim Investment Weingut Emotionalität oft eine große Rolle spielt. Dies hängt sicherlich auch mit der romantischen Vorstellung des Weinbaus zusammen. Fakt ist: Ein Weingut ist ein Wirtschaftsunternehmen, auch wenn das Produkt romantisiert wird. Daher haben wir den Slogan „wine is money“ kreiert.
Worauf sollten Käufer bei Weingütern besonders achten?
Aus unserer Sicht gibt es da mehrere essenzielle Aspekte. Es ist wichtig, eine gründliche Analyse durchzuführen, bevor die Investitionsentscheidung getroffen wird. Angefangen von der Lage über den Rebsortenspiegel, die Betriebsstruktur, Zukunftsperspektiven bis zu finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Welche Objekte und Lagen sind eher für Hobbywinzer, welche eignen sich für Profis? Hobbywinzer können sich auf Kleinparzellen ihren kleinen Traum vom eigenen Wein verwirklichen. Als Investment für Profis spielt wie so oft Lage, Marke, Wirtschaftlichkeit und Bausubstanz eine Rolle.
Was macht ein Weingut zu einem Top-Investment?
Zunächst einmal ist ein Weingut ein Mix aus Unternehmen und Immobilie. Wer in ein bereits wirtschaftlich erfolgreiches Weingut investiert, kann zwar immer noch Fehler machen, aber die Grundsubstanz und der Start vereinfachen das Ergründen der Weinwelt, die oft eigene Gesetze hat. Auch Weingüter mit Wachstumspotenzial können ein interessantes Investment sein.
Gab es schon Fälle, bei denen Sie konkret von einem Kauf abgeraten haben?
Ja, definitiv. Die Vorstellung und die Realität müssen zusammenpassen, ein Weingut kann man schlecht nebenbei managen. Wein macht Spaß, wenn die Unternehmung langfristig erfolgreich ist – hierfür gilt es Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und sehenden Auges die Themen zu planen und umzusetzen.
Quelle: BELLEVUE MAGAZIN 03/25

